Volatilität ist der Schlüssel zum Verständnis von Optionspreisen. Hier lernen Sie die verschiedenen Volatilitätskonzepte und Bewertungsmodelle kennen.
Im Options-Trading unterscheiden wir zwei fundamentale Volatilitätskonzepte: die Historische Volatilität (was war) und die Implizite Volatilität (was der Markt erwartet).
Misst die tatsächlichen Kursschwankungen in der Vergangenheit.
Misst die vom Markt erwarteten zukünftigen Schwankungen.
Um zu bewerten, ob Optionen „teuer“ oder „günstig“ sind, nutzen Trader relative Metriken:
| Metrik | Berechnung | Interpretation |
|---|---|---|
| IV Rank | (Aktuelle IV – 52W Low) / (52W High – 52W Low) | 0-100%. Über 50% = eher teuer |
| IV Percentile | % der Tage in letzten 52 Wochen mit niedrigerer IV | Über 75% = sehr teuer, unter 25% = günstig |
Trading-Implikation: Bei hohem IV Rank/Percentile (>75%) bevorzugen Sie Stillhalter-Strategien (Short-Optionen). Bei niedrigem (<25%) sind Long-Optionen attraktiver.
Das am weitesten verbreitete Modell zur Bewertung europäischer Optionen. Es berechnet den theoretischen Wert basierend auf 5 Input-Faktoren:
Realität vs. Modell: In der Praxis sind diese Annahmen verletzt (z.B. Volatilität ist nicht konstant). Trotzdem ist Black-Scholes der Industrie-Standard für europäische Optionen und die Basis für die Greeks-Berechnung.
Flexibleres Modell für amerikanische Optionen und Dividenden. Modelliert den Kursverlauf als Baum mit diskreten Auf- und Abwärtsbewegungen. Erlaubt Bewertung vorzeitiger Ausübung.
Definition: In der Realität haben Optionen mit verschiedenen Strikes unterschiedliche implizite Volatilitäten – ein Phänomen, das Black-Scholes nicht vorhersagt.
So nutzen Sie Volatilität im Trading:
IV Rank > 75%
Optionen sind „teuer“ – Zeit zu verkaufen!
IV Rank < 25%
Optionen sind „günstig“ – Zeit zu kaufen!
Vor bekannten Events
IV steigt vor Earnings, fällt danach ab
Die Kunst liegt darin, Volatilität relativ zu bewerten und die passende Strategie zu wählen. Kombinieren Sie IV-Analyse mit Ihrer Marktmeinung für optimale Trade-Setups.