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Put Ratio Spread am GLD: Mein Live-Trade-Log mit Exit-Plan

Put Ratio Spread am GLD nach der Anpassung zum Long Put Butterfly 360/365/370 mit Rest-Credit und Sweet Spot

Ich wollte einen Trade aufsetzen, der nicht nur bei steigenden Kursen funktioniert. Deshalb verfolge ich einen tatsächlich ausgeführten GLD Put Ratio Spread zusätzlich in OptionStrat: Long 1×370 Put, Short 2×365 Puts. In diesem Trade-Log halte ich fest, was ich mir dabei gedacht habe, wo mein Sweet Spot liegt und ab welchem Punkt mir der Trade gefährlich wird.

Trade offen

Mein aktueller Stand: Ich habe den Trade am 12. August 2026 kurz vor Handelsschluss gegen 21:30 Uhr tatsächlich beim Broker eröffnet und bilde ihn zusätzlich in OptionStrat nach. Der erste gespeicherte OptionStrat-Snapshot stammt vom 14. August 2026 um 08:10 Uhr. Der Trade ist noch offen, deshalb gibt es hier weder eine Erfolgsmeldung noch ein nachträglich schöngerechnetes Ergebnis.

Mein Setup in einem Satz

Ich kaufe einen GLD 370 Put, verkaufe zwei 365er Puts mit Laufzeit bis 18. September 2026 und erhalte nach den Eröffnungsgebühren 100,62 US-Dollar Nettocredit. Mein Sweet Spot liegt am Verfall bei 365 US-Dollar. Unter rund 358,99 US-Dollar kippt der Trade ins Minus – und dann wird es schnell unangenehm.

Warum ich diesen Put Ratio Spread überhaupt verfolge

Meine Überlegung war nicht: „Gold muss jetzt crashen.“ Das wäre für diesen Trade sogar die falsche Erwartung. Ich wollte eine Struktur, die von einem leichten Rückgang profitieren kann, mir bei seitwärts oder weiter steigenden Kursen aber zumindest den kleinen Credit lässt.

Der Haken steckt in der Stückzahl: Einem gekauften Put stehen zwei verkaufte Puts mit niedrigerem Strike gegenüber. Vereinfacht gesagt besteht der Trade aus einem Bear Put Spread plus einem zusätzlichen Short Put. Genau so ordnet ihn auch das Options Industry Council als Short Ratio Put Spread ein.

Damit ist von Anfang an klar: Die schöne Spitze im Payoff-Diagramm bekomme ich nicht kostenlos. Wenn GLD weit unter 365 fällt, arbeitet der zweite Short Put gegen mich.

Mein GLD-Setup auf einen Blick

GLD beim Einstieg

399,00 USD

Laufzeit beim Einstieg

37 Tage

Nettocredit

100,62 USD

Verfall

18.09.2026

Long Put

1 × 370

Short Puts

2 × 365

Max. Gewinn

600,62 USD

Break-even

358,99 USD

Beim Einstieg stand GLD bei 399,00 US-Dollar. Für den 370er Long Put zahlte ich 2,00 US-Dollar beziehungsweise 200,69 US-Dollar einschließlich Eröffnungsgebühr. Für die beiden 365er Short Puts erhielt ich jeweils 1,51 US-Dollar beziehungsweise zusammen 301,31 US-Dollar nach Eröffnungsgebühr. Daraus ergibt sich ein tatsächlicher Nettocredit von 100,62 US-Dollar.

Mein Broker zeigte für den Spread eine geschätzte Erstmargin von rund 3.332 Euro und einen Mindesteinschuss von rund 2.949 Euro. Das sind keine festen Werte und erst recht nicht mein Maximalverlust. Die Margin kann sich verändern, wenn GLD fällt, die Volatilität steigt oder der Broker seine Risikobewertung anpasst.

Was ich mit diesem Trade eigentlich erwarte

Bei Gold ist der Zusammenhang zwischen Kurs und impliziter Volatilität weniger eindeutig als bei Aktien. Eine Rallye kann bei geopolitischem Stress oder starker Absicherungsnachfrage von steigender IV begleitet werden. Bei einer ruhigen Konsolidierung oder einem geordneten Rückgang kann die IV dagegen fallen. Für meinen Trade ist deshalb nicht nur die Kursrichtung entscheidend, sondern auch, wie sich die gesamte Position gegenüber Veränderungen der IV verhält. Ein Anstieg der IV wirkt auf einen Short Ratio Put Spread grundsätzlich belastend, während fallende IV tendenziell hilft.

In meiner gespeicherten Notiz habe ich erhöhte Volatilität und einen bärischen COT-Kontext festgehalten. Meine Idee dahinter: GLD könnte in den kommenden Wochen etwas Luft ablassen. Ich erwarte aber keinen unkontrollierten Einbruch.

Der ideale Verlauf wäre ein Rückgang Richtung 365 US-Dollar bis zum Verfall. Das wären vom Ausgangswert ungefähr minus 8,5 Prozent. GLD muss dabei nicht sofort fallen. Entscheidend ist, wo der Kurs am 18. September steht und wie sich der Trade vorher entwickelt.

Meine eigentliche These: GLD darf fallen – aber möglichst geordnet und nicht weit unter 365 US-Dollar.

Bleibt GLD dagegen oberhalb von 370, nehme ich am Verfall nur den Nettocredit von 100,62 US-Dollar mit. Das wäre kein spektakuläres Ergebnis, aber immer noch positiv. Problematisch wird es erst, wenn meine leicht bärische Idee in einen starken Abverkauf übergeht.

So lese ich den Payoff meines Put Ratio Spread

Put Ratio Spread Payoff am GLD mit Break-even und maximalem Gewinn
Abb. 1: Eigene Payoff-Darstellung der Optionen-Akademie. Die Linie zeigt den theoretischen Gewinn oder Verlust am Verfall, nicht den zwischenzeitlichen Trade-Wert. Stand bei Einstieg am 14. August 2026 – seit der Anpassung vom 2. September gilt der Payoff aus Abb. 2.

Mein Sweet Spot liegt bei 365 US-Dollar

Wenn GLD am Verfall genau bei 365 steht, ist mein 370er Long Put fünf Punkte im Geld. Das sind 500 US-Dollar. Die beiden 365er Short Puts haben am Strike keinen inneren Wert. Zusammen mit meinem tatsächlichen Nettocredit komme ich auf maximal 600,62 US-Dollar vor späteren Schließungsgebühren.

Ab rund 358,99 US-Dollar kippt der Trade

Unterhalb von 365 arbeiten zwei Short Puts gegen meinen einen Long Put. Die Rechnung für meinen unteren Break-even lautet: 365 − 5 − 1,0062 = 358,9938. Die fünf US-Dollar sind der Abstand zwischen den Strikes, die 1,0062 US-Dollar je Anteil entsprechen meinem Nettocredit von 100,62 US-Dollar.

Die Grafik zeigt allerdings nur den Payoff am Verfall. Davor können sich Trade-Wert und Buchgewinn ganz anders bewegen. Genau deshalb schaue ich nicht nur auf die weiße Linie, sondern auch auf IV, Restlaufzeit, Liquidität und Margin.

Fünf Szenarien, die ich für den Verfall durchspiele

GLD am 18.09.2026Theoretischer P/LWas passiert?
Über 370 USD+100,62 USDMeine Puts verfallen wertlos und der Nettocredit bleibt bei mir.
370 USD+100,62 USDMein Long Put liegt genau am Strike; die Short Puts bleiben wertlos.
365 USD+600,62 USDDas wäre mein Sweet Spot und der maximale Gewinn.
358,99 USDca. 0 USDHier liegt mein unterer Break-even vor späteren Schließungsgebühren.
350 USD−899,38 USDDer zusätzliche Short Put dominiert. Jeder weitere Dollar nach unten kostet netto rund 100 USD.

Das Extrembeispiel GLD null ist natürlich kein Szenario, das ich erwarte. Es zeigt mir aber die Richtung des Risikos: Mein 370er Long Put wäre 37.000 US-Dollar wert, die beiden 365er Short Puts würden zusammen 73.000 US-Dollar verlieren. Nach meinem Nettocredit bliebe ein theoretischer Maximalverlust von rund 35.899,38 US-Dollar.

Warum mich die 94 Prozent nicht in Sicherheit wiegen

Die 94 Prozent „Chance of Profit“ sehen natürlich gut aus. Ich darf daraus aber nicht lesen: „Dieser Trade kann kaum verlieren.“ Die Zahl ist eine modellierte Wahrscheinlichkeit unter bestimmten Annahmen. Sie sagt mir nicht, wie groß ein seltener Verlust ausfallen kann.

Genau darin liegt die Falle bei solchen Setups: Viele kleine positive Ergebnisse können sehr überzeugend wirken, bis ein starker Rückgang mehrere dieser Gewinne auf einmal wieder abgibt. Für mich ist die Gewinnwahrscheinlichkeit deshalb nur eine Kennzahl – nicht die Begründung für den Trade.

Wer sehen möchte, wie ich Payoff, IV-Slider und mögliche Kursbereiche prüfe, findet das Schritt für Schritt in meiner OptionStrat-Anleitung auf Deutsch.

Was mir an diesem Trade nicht gefällt

Die beim Einstieg angezeigte Erstmargin von rund 3.332 Euro ist nicht mein Maximalverlust. Der Broker zeigte zusätzlich einen Mindesteinschuss von rund 2.949 Euro. Beide Werte sind Momentaufnahmen: Die Sicherheitsleistung kann steigen, während das theoretische Verlustrisiko viel weiter reicht.

Mir gefällt außerdem nicht, dass der zusätzliche Short Put bei einem schnellen Rückgang gleich mehrere Probleme erzeugen kann: Der Rückkauf wird teurer, die Margin kann steigen und bei tief im Geld liegenden Puts kommt Zuteilungsrisiko hinzu.

Ich darf mich also nicht nur fragen, ob 365 ein schöner Zielkurs ist. Ich muss mir vorher überlegen, ob ich auch bei 359, 355 oder 350 noch handlungsfähig wäre. Meine Grundregeln zur Positionsgröße habe ich im Beitrag Risikomanagement im Optionshandel zusammengefasst. Für die Wirkung der Volatilität hilft meine Erklärung zur impliziten Volatilität bei Optionen.

Mein Exit-Plan: 300 Prozent des Credits als Rückkaufwert

In meiner ursprünglichen OptionStrat-Notiz stand sinngemäß „Ausstieg bei 300 Prozent Loss oder Verfall“. Das war missverständlich formuliert. Gemeint ist nicht ein Verlust von 300 Prozent, sondern ein Rückkaufwert von ungefähr 300 Prozent des anfänglichen Nettocredits.

Bei 100,62 US-Dollar Nettocredit liegt diese Schwelle rechnerisch bei 301,86 US-Dollar. Würde ich die Position zu diesem Betrag zurückkaufen, läge der Verlust vor den Schließungsgebühren bei 201,24 US-Dollar – also bei rund 200 Prozent des anfänglichen Nettocredits. Für mein öffentliches Log gelten deshalb drei Regeln:

  1. Wenn ich den realen Trade anpasse oder schließe, notiere ich Datum, Broker-Ausführung und den damaligen OptionStrat-Wert.
  2. Ich ändere meine ursprüngliche Begründung nicht rückwirkend, nur damit das Ergebnis besser aussieht.
  3. Im Abschlussfazit halte ich auch fest, wenn meine Exit-Regel zu ungenau war oder ich vom Plan abgewichen bin.

Der Rückkaufwert ist trotzdem kein garantierter Ausführungspreis. Bid-Ask-Spread, Marktbewegung und Schließungsgebühren können das tatsächliche Ergebnis verschlechtern.

Update vom 2. September: Diese Exit-Regel ist inzwischen gegenstandslos. Aus dem Ratio Spread ist ein Butterfly ohne Verlust-Szenario geworden – die Details stehen im Update-Abschnitt unterhalb des Live-Logs.

Mein Live-Log bis zum Exit

DatumGLD / RestlaufzeitTrade-SnapshotMeine Entscheidung
12.08.2026, ca. 21:30399,00 USD / 37 TageLong 1×370 Put zu 2,00 USD; Short 2×365 Puts zu je 1,51 USD; Eröffnungsgebühren 1,38 USD; Nettocredit 100,62 USD; Vola 22Der Limitauftrag wird kurz vor Handelsschluss beim Broker ausgeführt. Der reale Trade ist eröffnet.
14.08.2026, 08:10398,95 USD / 36 Tageunrealisiert +7 USD; IV 23,6 %; Modell-POP 94 %Ich starte die öffentliche Dokumentation und bilde den offenen Broker-Trade zusätzlich in OptionStrat nach.
02.09.2026, ca. 18:50400,80 USD / 16 TageKauf Long 1×360 Put; Nettocredit der Gesamtposition sinkt von 100,62 auf rund 64 USD; IV 28,2 %; unrealisiert rund +70 USDIch kaufe einen 360er Put dazu und mache aus dem Ratio Spread einen Long Put Butterfly 360/365/370. Das offene Verlustrisiko ist damit eliminiert.
Nächstes UpdateBei einer wesentlichen BewegungTrade-Wert, IV, Restlaufzeit und gegebenenfalls GreeksIch dokumentiere, ob ich halte, anpasse oder schließe – und warum.

Den Ausgangspunkt habe ich auch in meinem ursprünglichen X-Beitrag gezeigt. Ich werde das Log nicht jeden Tag mit belanglosen Zahlen füllen. Ein Update kommt dann, wenn sich meine Einschätzung, mein Risiko oder meine Entscheidung verändert.

Update vom 2. September: Aus dem Ratio Spread wird ein Butterfly

Der Trade hat sich in meine Richtung entwickelt. Statt weiter auf den Verfall zu warten und dabei das offene Risiko des zweiten Short Puts zu tragen, habe ich am 2. September einen GLD 360 Put mit derselben Laufzeit dazugekauft. Aus meinem Put Ratio Spread ist damit ein Long Put Butterfly 360/365/370 geworden.

Die Rechnung dahinter ist simpel: Der zusätzliche Long Put kostete mich rund 36 US-Dollar meines ursprünglichen Nettocredits von 100,62 US-Dollar. Übrig bleiben rund 64 US-Dollar Credit – und die kann mir am Verfall niemand mehr nehmen. Der Payoff liegt jetzt überall über null: schlimmstenfalls rund 64 US-Dollar, bestenfalls rund 564 US-Dollar, wenn GLD am 18. September genau bei 365 steht. OptionStrat zeigt für die Position folgerichtig eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 100 Prozent.

Payoff-Vergleich am GLD: Long Put Butterfly 360/365/370 gegenueber dem vorherigen Put Ratio Spread
Abb. 2: Eigene Payoff-Darstellung der Optionen-Akademie. Die weisse Linie zeigt den Butterfly nach der Anpassung vom 2. September, die gestrichelte rote Linie den vorherigen Ratio Spread. Beide Kurven gelten am Verfall, je Kontrakt und ohne Gebuehren.

Drei Dinge gehören zur Ehrlichkeit dazu: Erstens gilt „kein Verlust mehr möglich“ für den Payoff am Verfall und vor späteren Schließungsgebühren. Zweitens habe ich für diese Sicherheit echtes Gewinnpotenzial bezahlt – wäre GLD einfach über 370 geblieben, hätte mich der zusätzliche Put rund 36 US-Dollar Rendite gekostet. Drittens bleibt das Zuteilungsrisiko der beiden Short Puts formal bestehen; da beide Flügel jetzt aber long sind, ist es wirtschaftlich abgesichert, und auch die Margin-Anforderung fällt deutlich.

Damit ist auch meine Exit-Regel mit den 300 Prozent Rückkaufwert Geschichte. Es gibt kein Szenario mehr, in dem ich zum Handeln gezwungen bin. Ich lasse den Butterfly bis zum Verfall laufen – oder nehme den Gewinn vorher mit, wenn GLD sich dem Sweet Spot bei 365 nähert und der Rückkauf attraktiv wird. Die Anpassung habe ich auch in einem X-Update zum ursprünglichen Beitrag dokumentiert.

Was ich schon jetzt aus dem Trade mitnehme

  • Der Name der Strategie reicht nicht. Erst die Anzahl meiner Long- und Short-Legs zeigt mir, wo das Risiko steckt. Genau darum geht es auch in meinem Beitrag Calls, Puts, Long und Short verstehen.
  • Der Payoff am Verfall ist nicht der Weg dorthin. Vorher können IV, Zeitwert und Margin gegen mich laufen.
  • 94 Prozent POP sind kein Sicherheitsnetz. Ein seltener großer Verlust kann viele kleine Gewinne aufzehren.
  • Die Bezugsgröße meiner Exit-Regel muss eindeutig sein. 300 Prozent Rückkaufwert sind nicht dasselbe wie 300 Prozent Verlust.

So habe ich den Put Ratio Spread in OptionStrat geprüft (Stand August 2026)

Mein wichtigster Check: Was passiert unter 358,99?

In OptionStrat ändere ich nicht nur den Kurs am Verfall. Ich verschiebe auch Restlaufzeit und implizite Volatilität. Für diesen Trade interessiert mich besonders, wie schnell der Rückkaufwert steigt, wenn GLD fällt und die IV gleichzeitig anzieht. Dieser Check galt dem Ratio Spread vor der Anpassung – seit dem 2. September fängt der 360er Put genau diesen Bereich auf.

Affiliate-Hinweis: Der Button enthält meinen Affiliate-Link. Wenn du OptionStrat darüber nutzt oder ein kostenpflichtiges Angebot abschließt, kann die Optionen-Akademie eine Vergütung erhalten. Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Meine Risikoeinschätzung dieses Trades bleibt davon unabhängig.

Mein Zwischenfazit vom 15. August: Die Idee gefällt mir, das Risiko nicht

Ich mag an dem GLD Put Ratio Spread, dass meine Erwartung klar abgebildet wird: Ein Rückgang Richtung 365 wäre ideal, seitwärts oder aufwärts bliebe der kleine Credit. Gleichzeitig ist die Asymmetrie hart. Rund 600,62 US-Dollar maximaler Gewinn stehen theoretisch rund 35.899,38 US-Dollar Maximalverlust gegenüber. Dieser Absatz beschreibt den Stand bei Einstieg. Genau diese Asymmetrie war der Grund für die Anpassung vom 2. September – die aktuelle Rechnung steht im Update-Abschnitt.

Deshalb ist dieser Artikel bewusst noch kein Fazit. Erst wenn ich den Trade geschlossen habe oder er verfallen ist, weiß ich, ob meine Idee und mein Management zusammengepasst haben. Wenn ich falschliege, gehört auch das in dieses Log.

Häufige Fragen zum Put Ratio Spread

Wie ist mein Put Ratio Spread aufgebaut?

Ich kombiniere einen gekauften GLD Put bei 370 mit zwei verkauften Puts bei 365. Alle drei Optionen laufen am 18. September 2026 aus. Dadurch habe ich einen Bear Put Spread und zusätzlich einen weiteren Short Put im Trade. Am 2. September habe ich einen Long Put bei 360 ergänzt – seitdem ist die Position ein Long Put Butterfly 360/365/370.

Wie komme ich auf den maximalen Gewinn von rund 564 US-Dollar?

Wenn GLD am Verfall genau bei 365 US-Dollar steht, ist mein 370er Long Put fünf Punkte im Geld; die beiden 365er Short Puts und der 360er Long Put besitzen keinen inneren Wert. Zu den 500 US-Dollar aus dem Long Put kommt der nach der Anpassung verbliebene Nettocredit von rund 64 US-Dollar. Vor dem 2. September waren es rund 600,62 US-Dollar, weil der Credit damals noch bei 100,62 US-Dollar lag.

Warum hat mein Trade seit dem 2. September keinen Break-even mehr?

Bis zur Anpassung lag mein rechnerischer Break-even bei rund 358,99 US-Dollar: Unterhalb von 365 US-Dollar arbeiteten zwei Short Puts gegen meinen einen Long Put, und vom unteren Strike zog ich den Abstand der Strikes von fünf US-Dollar und den Nettocredit je Anteil von 1,0062 US-Dollar ab. Seit dem Kauf des 360er Puts fängt der dritte Flügel den Bereich darunter auf. Der Payoff am Verfall liegt überall über null – einen Break-even gibt es deshalb nicht mehr.

Wie groß ist das Risiko in meinem Trade?

Seit dem 2. September ist der Payoff am Verfall überall positiv: schlimmstenfalls rund 64 US-Dollar, bestenfalls rund 564 US-Dollar. Vor der Anpassung sah das anders aus – aus meinen tatsächlichen Einstiegswerten ergab sich ein theoretischer Maximalverlust von rund 35.899,38 US-Dollar bei nur rund 600,62 US-Dollar maximalem Gewinn. Bestehen bleiben das Zuteilungsrisiko der beiden Short Puts – durch die beiden Long-Flügel wirtschaftlich abgesichert – sowie spätere Schließungsgebühren.

Wann ergänze ich das Trade-Log?

Ich ergänze das Log nicht täglich, sondern wenn etwas Entscheidendes passiert: eine deutliche GLD-Bewegung, eine größere Veränderung des Trade-Werts, eine Anpassung, die Schließung oder der Verfall. Mein endgültiges Fazit ziehe ich erst nach dem Exit.

Meine Quellen und weiterführenden Beiträge

Hinweis: Ich dokumentiere hier einen tatsächlich ausgeführten und zusätzlich in OptionStrat nachgebildeten Trade zu Lernzwecken. Das ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von GLD oder Optionen. Ein zusätzlicher Short Put kann erhebliche Verluste, steigende Margin-Anforderungen und Zuteilungsrisiken verursachen. Modellwerte, Margin und tatsächliche Ausführungspreise können sich während der Laufzeit deutlich verändern.

Daniel Arlt

Autor

Daniel Arlt

Daniel ist Gründer der Optionen-Akademie und seit 1998 an der Börse aktiv. Seit 2020 handelt er Optionen mit Fokus auf nachvollziehbare Strategien, Risiko und Positionsgröße. Auf der Optionen-Akademie erklärt er Optionshandel nüchtern, praxisnah und ohne Renditeversprechen.

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