Auf sehr große Bewegung wetten — günstiger, aber weiter weg vom Gewinn
Beim Long Strangle kaufst du gleichzeitig einen OTM Call über und einen OTM Put unter dem aktuellen Kurs. Wie der Long Straddle profitierst du von großen Bewegungen — günstiger im Einstand, brauchst aber eine größere Bewegung für den Profit.
Ein Long Strangle besteht aus zwei gekauften Optionen, beide aus dem Geld:
Beide Optionen sind günstiger als ATM-Optionen, aber sie brauchen mehr Bewegung, um ins Geld zu kommen. Der Long Strangle ist die budget-freundlichere Alternative zum Long Straddle — passt, wenn du eine sehr große Bewegung erwartest.
Beispiel-Setup:
Aktie: XYZ bei 100 $
Kaufe 1 Call 105 $ (45 Tage) für 2 $ Prämie
Kaufe 1 Put 95 $ (45 Tage) für 2 $ Prämie
Gesamt-Debit: 4 $ × 100 = 400 $
Breakevens: 91 $ und 109 $ (Put-Strike minus Gesamtprämie; Call-Strike plus Gesamtprämie)
Du kaufst günstiger als beim Straddle, dafür brauchst du eine größere Bewegung. Solange die Aktie zwischen den Strikes bleibt, verfallen beide Optionen wertlos und du verlierst die gezahlte Prämie. Bricht sie stark genug aus, wächst der Gewinn linear. Nach oben bleibt das Gewinnpotenzial offen; nach unten ist es durch den Aktienkurs 0 begrenzt.
Auch der Long Strangle besteht aus einem Long Call und einem Long Put, nur mit weiter entfernten Strikes.
Gewinn/Verlust am Verfallstag, abhängig vom XYZ-Kurs:
📊 Kennzahlen:
Ein Long Strangle kostet weniger als ein Long Straddle, weil beide Optionen aus dem Geld liegen. Dadurch sinkt das Netto-Debit, aber die Aktie muss weiter laufen. Vor Events zählt nicht nur die Richtung, sondern ob die Bewegung größer ist als die eingepreiste Bewegung.
| Oberer Break-even | Call-Strike + Gesamtprämie |
| Unterer Break-even | Put-Strike - Gesamtprämie |
| Merksatz | Der Strangle ist günstiger, braucht aber mehr Bewegung als der Straddle. |
Der Standard liegt bei 30–45 Tagen. Längere Laufzeiten geben mehr Zeit für Bewegung, kosten aber mehr Prämie.
| Aspekt | Long Strangle | Long Straddle |
|---|---|---|
| Strikes | Zwei verschiedene (OTM) | Gleicher Strike (ATM) |
| Kosten | Niedriger | Höher |
| Benötigte Bewegung | Größer | Kleiner |
| Max Verlust | Niedriger | Höher |
| Theta | Etwas weniger negativ | Stärker negativ |
Faustregel: Long Strangle wenn du sehr große Bewegungen erwartest und Geld sparen willst. Long Straddle wenn moderate Bewegung reicht und das Budget passt.
Eigene Strikes und Prämien für den Long Strangle eingeben — siehe sofort deine Gewinn- und Verlustzonen, Break-Even-Punkte und Max-Verlust.
Long Strangle mit eigenen Strikes durchspielen — beste Visualisierung für Multi-Leg-Strategien.
🏦OTM-Optionen, niedrige Kosten — Standard-Margin reicht.
🔍Earnings-Volatilität und Sweep-Aktivität live verfolgen.
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| Marktmeinung | Sehr große Bewegung erwartet, Richtung zweitrangig |
| Komplexität | Fortgeschritten |
| Kapitalbedarf | Niedrig–mittel (zwei OTM-Prämien) |
| Max Gewinn | Offen nach oben, begrenzt nach unten bis Aktienkurs 0 |
| Max Verlust | Gezahlte Gesamtprämie |
| Idealer Strike | Beide Strikes Delta 0,15–0,20 OTM |
| Ideale Laufzeit | 30–45 Tage |
| Schließen bei | 50 % Gewinn / 50 % Verlust / 14 DTE |
Der Long Strangle ist die günstigere Volatilitäts-Kauf-Strategie. Er ist sinnvoll, wenn du eine sehr große Bewegung erwartest und weniger Prämie als beim Long Straddle zahlen willst. Der Preis: Die Break-even-Punkte liegen weiter außen. Die Gegenseite (Volatilitäts-Verkauf) ist der Short Strangle — Achtung: dort ist das Risiko theoretisch unbegrenzt.