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SentimenTrader-Anleitung: Smart Money, Optix und Scanner sinnvoll nutzen

SentimenTrader Anleitung mit Smart Money, Optix und Trading Workflow

Kurz gesagt

SentimenTrader ist kein Signalgeber zum Nachhandeln. Der eigentliche Mehrwert liegt darin, Marktstimmung, Trend, Marktbreite und historische Wahrscheinlichkeiten in einen wiederholbaren Entscheidungsprozess zu bringen.

Diese SentimenTrader-Anleitung zeigt dir, wie du Marktstimmung, Smart Money, Optix, Marktbreite, BacktestEdge und Smart Scanner sinnvoll kombinierst, ohne daraus einen mechanischen Signaldienst zu machen.

Der Beitrag passt besonders gut als Ergänzung zu den Grundlagen rund um Optionen, technische Analyse, implizite Volatilität, die Optionsstrategien und die Tools der Optionen-Akademie.

Ein Leitfaden für deutschsprachige Anwender. Lesezeit: ca. 15 Minuten.

Wichtiger Hinweis vorab: Dieser Artikel ist eine Bildungs- und Orientierungshilfe. Er ist keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. SentimenTrader liefert Wahrscheinlichkeiten und historische Tendenzen – keine sicheren Vorhersagen. Trading ist mit Verlustrisiken verbunden. Triff Entscheidungen eigenverantwortlich. Die Grafiken in diesem Artikel sind vereinfachte, schematische Eigendarstellungen zur Veranschaulichung.

Worum es in diesem Artikel geht

SentimenTrader ist eine mächtige, aber auf den ersten Blick überwältigende Plattform. Wer sich zum ersten Mal einloggt, sieht Dutzende Kacheln, Modelle und Tausende von Indikatoren – und weiß oft nicht, wo er anfangen soll.

Dieser Leitfaden räumt damit auf. Er erklärt in klarer Sprache, was SentimenTrader eigentlich ist, was die Plattform besonders macht, welche Werkzeuge es gibt und wie man sie zu einem wiederholbaren Prozess zusammenfügt. Am Ende weißt du, wofür du die Plattform nutzen kannst – und wofür nicht.

Was ist SentimenTrader?

SentimenTrader ist ein unabhängiger Research-Dienst für Börse und Märkte, der bereits seit 2001 existiert. Der Kerngedanke: Statt auf Bauchgefühl oder Schlagzeilen zu setzen, misst die Plattform die Stimmung der Marktteilnehmer – über echte Daten wie Optionshandel, Fondsflüsse, Futures-Positionierung und Umfragen – und verbindet sie mit Trend, Marktbreite, Saisonalität und makroökonomischen Bedingungen.

Wichtig zu verstehen: SentimenTrader ist kein Signaldienst, der dir sagt „Kaufe jetzt Aktie X“. Es ist ein Entscheidungs- und Research-Werkzeug. Der eigentliche Wert entsteht, wenn du die Daten nutzt, um bessere eigene Entscheidungen zu treffen und deine Ideen zu überprüfen.

Die Plattform selbst findest du auf der offiziellen Seite sentimentrader.com (englischsprachig, kostenpflichtiges Abo).

Die eine Grundidee, auf der alles aufbaut: Wenn fast alle Marktteilnehmer gleich denken, liegen sie oft falsch. Bei extremer Gier ist das Aufwärtspotenzial meist aufgebraucht, bei extremer Angst das Abwärtspotenzial. SentimenTrader hilft, diese Extreme mit Daten sichtbar zu machen – man nennt das antizyklisches oder contrarian Denken.

Was die Plattform besonders macht – die 6 prägenden Eigenschaften

1. Stimmung als eigene Datenklasse. Die meisten Tools zeigen Kurse und technische Indikatoren. SentimenTrader macht die Psychologie des Marktes messbar – das ist der eigentliche Kern und das Alleinstellungsmerkmal.

2. Enorme Datentiefe. Über 30.000 Markt- und Einzeltitel-Datenreihen: Sentiment, Marktbreite, Trend-Scores, Volatilität, Makrodaten, Options- und Positionierungsdaten, Saisonalität und mehr.

3. Antizyklische Perspektive. Die Indikatoren sind darauf ausgelegt, Extreme zu erkennen – Momente, in denen die Masse überzogen optimistisch oder pessimistisch ist.

4. No-Code-Backtesting. Mit „BacktestEdge“ kannst du ohne eine Zeile Code prüfen, wie sich ein klar definiertes Setup in der Vergangenheit verhalten hätte – über Aktien, ETFs, Futures und Krypto.

5. Der Smart Scanner. Eine „Ideenmaschine“, die nächtlich Tausende Aktien scannt und Setups mit historischer Trefferquote, Kurszielen und Haltedauern vorschlägt.

6. Wahrscheinlichkeiten statt Prognosen. Die gesamte Denkweise ist statistisch: Nicht „was passiert“, sondern „was in ähnlichen Situationen historisch tendenziell passiert ist“.

Die richtige Denkweise: fünf Ebenen

Praxisbrücke

Sentiment hilft vor allem bei Marktregime, Timing und Kandidatenauswahl. Die konkrete Optionsstruktur prüfst du anschließend separat über Risiko, Volatilität, Laufzeit und Payoff.

Tools der Optionen-Akademie ansehen

Bevor wir zu den einzelnen Werkzeugen kommen, hier das mentale Gerüst, das SentimenTrader erst wirklich nützlich macht. Eine belastbare Edge entsteht aus fünf aufeinander aufbauenden Ebenen:

  1. Marktregime – Ist das Umfeld grundsätzlich günstig, neutral oder riskant?
  2. Kandidatenauswahl – Welche Aktien, ETFs oder Märkte zeigen ein interessantes Setup?
  3. Bestätigung und Timing – Beginnt sich die erwartete Bewegung tatsächlich im Preis zu zeigen?
  4. Historische Validierung – Wie verhielt sich ein klar definiertes Setup in vergleichbaren Situationen?
  5. Risikosteuerung – Wie groß darf die Position sein, und wann ist die Annahme widerlegt?

Sentiment liefert häufig das Setup. Trend, Marktbreite und Preisverhalten liefern die Bestätigung. Der Backtest beschreibt die historische Verteilung. Erst die Risikosteuerung macht daraus einen handelbaren Prozess.

Der wichtigste Merksatz: Ein Extrem ist eine Ampel, keine Stoppuhr. Extreme können in starken Trends lange bestehen bleiben. Deshalb kombiniert man Sentiment immer mit Marktstruktur und Preisbestätigung.

SentimenTrader-Anleitung: der sinnvolle Ablauf in Kurzform

  • Erst das Marktregime prüfen: Risk Summary, Smart/Dumb Money, Marktbreite und Trend-Scores.
  • Dann Kandidaten suchen: Smart Scanner nur als Ideengeber verwenden, nicht als fertiges Kaufsignal.
  • Danach die Historie prüfen: BacktestEdge nutzen, aber Trefferquote nie isoliert bewerten.
  • Zum Schluss den Trade übersetzen: Richtung, Volatilität, Laufzeit, Payoff und Positionsgröße separat prüfen.

Die Oberfläche im Überblick

SentimenTrader bietet zwei Ansichten. Dieser Leitfaden bezieht sich auf die neue Ansicht (die modernere Oberfläche, erreichbar über den Button „To New Dashboard“ bzw. btv2.sentimentrader.com), weil sie übersichtlicher ist. Die obere Menüleiste ist dein Ausgangspunkt:

MenüpunktWofür er da ist
DashboardTägliche Regime-Anzeige: Smart/Dumb Money, Risk Summary, Trend-Scores auf einen Blick
ReportsTägliche und vertiefende Research-Berichte (Daily Report, TradingEdge, SentimentEdge u. a.)
IndicatorsDie große Datenbibliothek: Sentiment/Optix, Marktbreite, Makro, Volatilität
Trend & VolatilityAbsolute und relative Trend-Scores, historische Volatilität
StrategiesÜber 50 vorgefertigte Signalstrategien als Lernvorlagen
BacktestEdgeDer No-Code-Backtester für eigene Hypothesen
Smart ScannerMächtiger Aktien- und Options-Scanner für neue Ideen
SeasonalitySaisonale Muster nach Tag, Woche und Monat
CorrelationZusammenhänge, historische Analogien, Konzentrationsrisiken
My StuffDeine eigenen Indikatoren, Screener, Watchlists und Alerts
Market PredictionAnalystenziele und Konsens (nur ergänzend)
Extra ToolsRisk Levels, Market Environment Composite, Market Breadth, Optix Heatmaps u. v. m.

Die wichtigsten Indikatoren – kurz erklärt

Für den Einstieg brauchst du nicht alle 30.000 Datenreihen. Diese Kern-Indikatoren decken das Wichtigste fürs Markt-Timing ab. Jeder wird nach demselben Schema erklärt: Was ist das? und Wozu nutzt man es?

Smart Money / Dumb Money Confidence

Smart Money / Dumb Money Confidence – schematische Darstellung
Grafik: Optionen-Akademie (schematisch) – Smart Money (grün) vs. Dumb Money (rot) unter dem S&P 500.

Was ist das? Zwei Kennzahlen von 0 bis 100 %, die die Zuversicht zweier Gruppen messen: das „Smart Money“ (Marktteilnehmer mit historisch gutem Timing, z. B. Absicherer) und das „Dumb Money“ (Trendfolger, die typischerweise zu spät kommen).

Wozu nutzt man es? Es ist der wichtigste Timing-Indikator der Plattform. Interessant wird es an den Extremen: Ist das Smart Money zuversichtlich (über ~60 %) und das Dumb Money ängstlich (unter ~40 %), war das historisch tendenziell bullisch. Umgekehrt – euphorische Masse, vorsichtige Profis – ist es ein Warnsignal. Der Spread (Smart minus Dumb) fasst beides zusammen.

Optix (Optimism Index)

Optix / Optimism Index – schematische Darstellung
Grafik: Optionen-Akademie (schematisch) – der Optimism Index mit Extremzonen über 70 und unter 30.

Was ist das? Ein 0–100-Wert pro Markt oder Einzeltitel, der Optimismus aus mehreren Quellen bündelt. Es gibt kurz- und mittelfristige Varianten sowie geglättete Durchschnitte (5- und 20-Tage).

Wozu nutzt man es? Zum Erkennen von Stimmungs-Extremen. Ein 5-Tage-Durchschnitt unter 30 signalisiert sehr pessimistische Stimmung (mögliche Chance), über 70 sehr optimistische Stimmung (erhöhte Korrekturgefahr). Dazwischen gibt es kein Extrem-Signal. Optix liest man nie allein, sondern immer mit Trend und Marktbreite zusammen.

Macro Index Model

Macro Index Model – schematische Darstellung
Grafik: Optionen-Akademie (schematisch) – das Macro Index Model mit grün-rotem Umfeld um die Schwelle 0,7.

Was ist das? Ein langfristiges makroökonomisches Modell zur Beurteilung des allgemeinen Zustands der US-Wirtschaft.

Wozu nutzt man es? Als übergeordneter Risikofilter über den gesamten Marktzyklus. Historisch galt: Werte über 0,7 unterstützten das Investiertbleiben in Aktien, bei 0,7 oder darunter stieg das Risiko größerer Rückgänge. Das Modell wird monatlich aktualisiert und ist kein kurzfristiges Handelssignal.

Trend-Scores (absolut & relativ)

Trend Scores nach Sektor – schematische Darstellung
Grafik: Optionen-Akademie (schematisch) – Trend-Scores von 0 bis 10 nach Sektor.

Was ist das? Ein Score von 0 bis 10 für die Trendstärke – als absoluter Trend (wie stark läuft der Titel selbst) und als relativer Trend (wie stark gegenüber dem S&P 500), jeweils auch mit der Veränderung über fünf Tage.

Wozu nutzt man es? Zur schnellen Einordnung von Richtung und relativer Stärke. Ein hoher absoluter und relativer Trend deutet auf einen guten Momentum-Kandidaten hin; beides niedrig ist strukturell schwach. Auf dem Dashboard findest du dazu die Tabelle „S&P 500 Sector Trend Score“.

Marktbreite (Breadth)

Marktbreite-Divergenz – schematische Darstellung
Grafik: Optionen-Akademie (schematisch) – Divergenz zwischen Index und Marktbreite.

Was ist das? Kennzahlen, die zeigen, wie viele Aktien den Markt tragen – etwa der Anteil auf neuen Hochs oder über wichtigen Durchschnitten.

Wozu nutzt man es? Als Gesundheitscheck des Trends. Steigt der Index nur wegen weniger Schwergewichte, während die Breite fällt (eine Divergenz), ist der Anstieg fragil. Ein plötzlicher, starker Anstieg der Breite („Breadth Thrust“) war dagegen historisch oft ein starkes Startsignal.

Weitere nützliche Stimmungsindikatoren

SentimenTrader bietet Dutzende weiterer spezialisierter Indikatoren. Vier, die sich für Einsteiger lohnen:

Panik/Euphorie-Barometer – schematische Darstellung
Grafik: Optionen-Akademie (schematisch) – Stimmungsbarometer von Panik bis Euphorie.
  • Panik/Euphorie-Modell – bündelt mehrere Stimmungsmaße zu einem Gesamt-Gefühlsbarometer zwischen Panik und Euphorie.
  • Bear Market Probability – schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Bärenmarktes anhand mehrerer Faktoren ab.
  • Equity Put/Call-Extreme – zeigt über das Verhältnis von Put- zu Call-Optionen, wann Angst oder Sorglosigkeit extrem werden.
  • Sentiment-Zyklus – ordnet die aktuelle Stimmung in den typischen Kreislauf von Angst zu Gier ein.

Wichtig zur Unabhängigkeit: Zwei Indikatoren, die fast dieselben Eingangsdaten verwenden (z. B. zwei Optix-Varianten), sind keine zwei unabhängigen Bestätigungen. Echte Konfluenz entsteht nur aus unabhängigen Informationsquellen.

Die Kern-Werkzeuge für die eigene Arbeit

Neben den Indikatoren machen vier Werkzeuge die Plattform zu einem echten Research-System.

BacktestEdge – Hypothesen prüfen statt raten

Der No-Code-Backtester ist die Superkraft für Einsteiger: Statt jemandem zu glauben, prüfst du selbst, wie sich ein Setup historisch verhalten hätte. Der richtige Ablauf:

  1. Hypothese zuerst aufschreiben – erst danach Schwellenwerte wählen.
  2. Realistische Ausführung einstellen – Provision, Slippage, und bei über Nacht erzeugten Signalen nicht zum bereits vergangenen Schlusskurs testen.
  3. Datenfrequenz beachten – ein monatlicher Indikator braucht einen monatlichen Test („21 Bars“ sind dann 21 Monate, nicht 21 Tage).
  4. Robustheit statt Optimum – das Setup sollte auch bei leicht anderen Werten und Haltedauern funktionieren. Ein einzelner schmaler Parameter-Peak ist ein Warnsignal für Überanpassung.

Kennzahlen liest man in dieser Reihenfolge: Anzahl unabhängiger Trades → Median vs. Durchschnitt → Durchschnittsgewinn vs. -verlust → maximaler Verlust/Drawdown → Stabilität über Perioden → Ergebnis gegenüber Benchmark. Die reine Trefferquote steht bewusst am Ende.

Smart Scanner – Ideen, keine Signale

Der Smart Scanner aktualisiert sich nächtlich (bis ca. 23:40 Uhr US-Ostküstenzeit) und schlägt Setups für den nächsten Handelstag vor – mit Trend-Score, Richtung, Signal, historischer Trefferquote, Stop, Kursziel, bester Haltedauer und erwarteter Rendite.

So nutzt du ihn richtig: erst die Richtung mit dem Marktregime abgleichen, dann als Grobfilter „Profit Target > Stop Loss“ setzen, Kandidaten mit passendem Trend bevorzugen und schließlich auf den Titel klicken, um die vollständige Backtest-Historie zu prüfen. Ein Scanner-Treffer ist ein zusätzlicher Beleg, kein alleiniger Einstiegsgrund.

Trefferquote nie isoliert lesen: Ein System mit 52 % Gewinnern kann sehr gut sein, wenn die Gewinne deutlich größer als die Verluste sind. Ein System mit 75 % Gewinnern kann schlecht sein, wenn die seltenen Verluste riesig sind. Faustformel: Erwartungswert = Trefferquote × Ø-Gewinn − Verlustquote × Ø-Verlust.

Seasonality – Zeitfenster, kein Einstiegssignal

Die Saisonalität zeigt, wie sich ein Markt im Durchschnitt über Kalender- oder Handelstage, Wochen und Monate bewegt hat. Nutze sie nur als Rücken- oder Gegenwind, betrachte Durchschnittsrendite und Trefferquote gemeinsam und verwende mindestens 15–20 Jahre Historie. Saisonalität sollte niemals ein ungünstiges Marktregime „überstimmen“.

My Stuff – dein persönlicher Prozess

Der höchste langfristige Nutzen entsteht durch eine kleine eigene Research-Pipeline: My Indicator (nur logisch begründete, getestete Kombinationen bauen), My Screen (ein definiertes Universum filtern), My Watchlist (Kandidaten mit wenigen entscheidenden Spalten überwachen) und My Signal (robuste Regeln automatisiert beobachten). Automatisieren aber erst, nachdem eine Regel manuell verstanden und robust getestet wurde.

Ein Beispiel-Workflow für den Alltag

So sieht eine schlanke, wiederholbare Routine aus – sie verbindet die Ebenen von oben zu einem Prozess.

Jeden Morgen vor US-Handelsstart (ca. 15 Minuten):

  1. Regime prüfen – Dashboard: Risk Summary (Stocks Short- und Medium-Term), Markttrend und Marktbreite.
  2. Sektoren prüfen – stärkste und schwächste Sektoren sowie Veränderungen (Tabelle „S&P 500 Sector Trend Score“).
  3. Scanner öffnen – Long oder Short passend zum Regime filtern, Grobfilter „Profit Target > Stop Loss“.
  4. Kandidaten öffnen – vollständige Summary und Trade-Historie prüfen.
  5. Unabhängige Bestätigung suchen – Trend, relative Stärke, Sentiment und Preis.
  6. Nur qualifizierte Titel auf die Watchlist übernehmen.

Wöchentlich (45–60 Min.): Risk Levels und Breite prüfen, Watchlist bereinigen, Favoriten-Backtests erneut laufen lassen und nur eine neue Hypothese untersuchen.

Monatlich (60–90 Min.): Macro Index Model prüfen, Saisonalität des Folgemonats ansehen, Korrelationen kontrollieren und erfolgreiche wie gescheiterte Setups auswerten.

Die häufigsten Fehler

  1. Extreme Stimmung sofort antizyklisch handeln (das Extrem ist eine Ampel, keine Stoppuhr).
  2. Scanner-Treffer mit fertigen Handelssignalen verwechseln.
  3. Nur nach Trefferquote sortieren.
  4. Optimierte Kursziele und Stops ungeprüft übernehmen.
  5. Tages-, Wochen- und Monatsdaten im Backtest vermischen.
  6. Zum nicht mehr verfügbaren Schlusskurs backtesten.
  7. Mehrere ähnliche Indikatoren als unabhängige Bestätigung werten.
  8. So lange Parameter verändern, bis ein schöner Backtest entsteht.
  9. Saisonalität oder historische Ähnlichkeit als Prognose missverstehen.
  10. Externe Ereignis- und Liquiditätsrisiken ignorieren.

Für wen lohnt sich SentimenTrader?

Die Plattform passt am besten zu Anlegern und Tradern, die selbst denken und ihre Ideen datenbasiert überprüfen wollen – nicht zu jemandem, der fertige Kaufsignale zum Nachklicken sucht. Der Einstieg hat eine gewisse Lernkurve, und die Datenmenge kann anfangs erschlagen. Wer sich aber auf ein kleines, klar getrenntes Set an Indikatoren konzentriert und die antizyklische Grundlogik verinnerlicht, bekommt ein Werkzeug, das Stimmung, Trend, Breite und historische Wahrscheinlichkeiten zu einem sauberen Entscheidungsprozess verbindet.

Der wichtigste Gedanke zum Schluss: SentimenTrader nimmt dir die Entscheidung nicht ab – es macht sie besser informiert.

Weiterarbeiten auf der Optionen-Akademie

Wenn du aus einer Sentiment-Idee eine konkrete Optionsstruktur machen willst, prüfe anschließend Strategie, Payoff und Risiko getrennt voneinander.

Strategie-Finder öffnen Optionsstrategien vergleichen

Häufige Fragen (FAQ)

Ist SentimenTrader ein Signaldienst? Nein. Es ist ein Research- und Entscheidungswerkzeug, das Wahrscheinlichkeiten und Kontext liefert.

Brauche ich Programmierkenntnisse? Nein. Backtests und Scanner funktionieren per No-Code-Oberfläche.

Eignet es sich für Optionen? Für Richtungs-, Regime- und Timing-Hypothesen ja. Ob eine konkrete Option günstig ist (implizite Volatilität, Skew, Spreads, Termine), musst du zusätzlich außerhalb des Tools prüfen.

Kann ich mich auf die Trefferquoten verlassen? Nur im Zusammenhang mit Anzahl der Fälle, Gewinn/Verlust-Verhältnis und Robustheit. Eine hohe Trefferquote allein sagt wenig aus.

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Disclaimer: Dieser Beitrag dient ausschließlich Bildungszwecken und stellt keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Alle genannten Schwellenwerte sind Orientierungswerte und können sich ändern. Die Grafiken sind schematische Eigendarstellungen der Optionen-Akademie und geben keine echten Kursdaten wieder. SentimenTrader ist eine Marke ihrer jeweiligen Inhaber; es besteht keine Partnerschaft oder Verbindung. Börsengeschäfte bergen das Risiko erheblicher Verluste.

Daniel Arlt

Autor

Daniel Arlt

Daniel ist Gründer der Optionen-Akademie und seit 1998 an der Börse aktiv. Seit 2020 handelt er Optionen mit Fokus auf nachvollziehbare Strategien, Risiko und Positionsgröße. Auf der Optionen-Akademie erklärt er Optionshandel nüchtern, praxisnah und ohne Renditeversprechen.

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