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ORATS Erfahrungen: Backtesting, Optionsdaten und Scanner erklärt

ORATS Erfahrungen: Analyse-Labor mit Volatilitätsfläche und Optionsdaten
Kurz gesagt

ORATS verbindet aufbereitete Optionsdaten, Backtesting, Scanner und API in einem Research-Workflow. Der größte Nutzen entsteht für Händler, die Regeln testen und Optionspreise im Kontext von Volatilität, Laufzeit und Marktstruktur beurteilen wollen.

Wer Optionen handelt, trifft Entscheidungen auf einem Markt, auf dem nichts einen offensichtlichen „fairen Preis“ hat. ORATS ist das Werkzeug, das genau diese Lücke schließt – ich erkläre, was die Plattform kann, wie sie sich von der Konkurrenz unterscheidet und für wen sich das Abo lohnt.

Meine ORATS Erfahrungen beruhen auf der praktischen Arbeit mit der Plattform und ihrer Daten-API. Dieser Beitrag ergänzt die Grundlagen zur impliziten Volatilität, die Übersicht der Optionsstrategien und die OptionStrat-Anleitung.

Das Problem: Optionspreise brauchen Kontext

Bei einer Aktie ist die Lage übersichtlich: Es gibt einen Kurs, und die Frage lautet nur, ob er steigt oder fällt. Bei Optionen – also Verträgen, mit denen man auf Kursbewegungen setzen oder ein Depot absichern kann – ist es komplizierter. Zu jeder einzelnen Aktie existieren tausende Varianten: verschiedene Laufzeiten, verschiedene Ausübungspreise, Kauf- und Verkaufsoptionen.

Und das eigentliche Problem: Ob eine Option gerade teuer oder billig ist, sieht man ihr nicht an. Ihr Preis hängt vor allem davon ab, wie stark der Markt künftige Schwankungen der Aktie einschätzt – die sogenannte implizite Volatilität. Diese Einschätzung kann übertrieben oder untertrieben sein. Wer das erkennen will, braucht saubere Daten und Vergleichsmaßstäbe. Genau hier setzt ORATS an.

Was ORATS eigentlich macht

ORATS steht für Option Research & Technology Services. Die Firma wurde von Matt Amberson gegründet, einem ehemaligen Market Maker vom Parkett der Chicagoer Optionsbörse CBOE – die Kennzahlen stammen also aus der Praxis professioneller Händler, nicht vom Reißbrett. Wichtig zum Verständnis: ORATS ist kein Broker. Man kann dort nichts kaufen oder verkaufen. Es ist die Analyse-Ebene davor:

Rohdaten der Börsen Millionen Options-Quotes, verrauscht & lückenhaft ORATS glätten · bewerten · backtesten · scannen Deine Entscheidung Umsetzung des Trades beim eigenen Broker
Abb. 1: ORATS sitzt zwischen den rohen Börsendaten und der eigentlichen Handelsentscheidung – es ist Analyse-Werkzeug, kein Broker.

Ein Bild, das die Rolle gut trifft:

ORATS ist für Optionshändler das, was ein professionelles Labor für einen Arzt ist. Der Broker ist die Praxis, in der behandelt wird – aber ORATS liefert die sauberen Messwerte und Testreihen, auf deren Basis man überhaupt eine fundierte Entscheidung treffen kann.

Stärke 1: Aufbereitete Daten statt bloßer Roh-Quotes

Das Markenzeichen von ORATS ist die Aufbereitung der Volatilitätsdaten. Rohe Optionspreise von der Börse sind verrauscht: breite Spannen zwischen An- und Verkaufskursen, fehlende Quotes, Ausreißer. ORATS berechnet daraus mit einem eigenen Verfahren eine geglättete Volatilitätskurve – und daraus konsistente, über Jahre und Aktien hinweg vergleichbare Kennzahlen (etwa die standardisierte 30-Tage-Volatilität „IV30“ oder die Schiefe der Kurve).

niedriger Strike hoher Strike Ausübungspreis (Strike) Implizite Volatilität Geglättete ORATS-Kurve Einzelne Marktpreise
Abb. 2: Schematische Darstellung. Die einzelnen Marktpreise (orange) springen und haben Lücken – ORATS berechnet daraus eine glatte, vergleichbare Kurve (blau). Erst damit lässt sich beurteilen, ob eine Option relativ zu ihren Nachbarn teuer oder billig ist.

Für Laien formuliert: ORATS putzt die Messdaten, bevor damit gerechnet wird. Das klingt unspektakulär, ist aber die Grundlage für alles Weitere – denn wer mit verrauschten Daten backtestet oder scannt, bekommt verrauschte Ergebnisse.

Stärke 2: Options-Backtesting mit Historie ab 2007

Der für viele Nutzer wichtigste Baustein ist der Options-Backtester: Man definiert eine Strategie – zum Beispiel „jeden Monat einen Covered Call auf Apple verkaufen“ oder „Iron Condors auf den S&P 500 mit 45 Tagen Laufzeit“ – und lässt sie über die komplette Datenhistorie ab 2007 durchrechnen. Das Ergebnis zeigt, wie die Idee durch Finanzkrise, Corona-Crash und Bullenmärkte gekommen wäre, bevor echtes Geld im Spiel ist.

ORATS bündelt diese lange Options-Historie direkt in einem fertigen Backtester. Ergänzt wird das durch einen Options-Scanner, der den gesamten Markt nach Gelegenheiten durchsucht, und Werkzeuge wie den Strategy Optimizer oder fertige Trade-Ideen.

Stärke 3: Theoretische Werte und Volatilitätsmodelle

Die meisten Options-Webseiten zeigen, was am Markt passiert. ORATS geht einen Schritt weiter und berechnet für jede Option einen eigenen theoretischen fairen Wert. Weicht der Marktpreis davon ab, ist das ein Hinweis auf eine mögliche Fehlbewertung – und genau solche Abweichungen sind das Rohmaterial systematischer Optionsstrategien. Dazu kommen Earnings-Analysen: Wie stark bewegt sich eine Aktie typischerweise nach Quartalszahlen, und was preist der Optionsmarkt aktuell dafür ein?

ORATS Erfahrungen: Die drei Edge-Werte richtig lesen

Der größte praktische Unterschied in meinen ORATS Erfahrungen liegt in den drei theoretischen Edge-Werten. Sie beantworten nicht dreimal dieselbe Frage, sondern vergleichen einen Trade mit drei verschiedenen Benchmarks. Positive Werte kennzeichnen aus Sicht des jeweiligen Modells einen theoretischen Vorteil für den Händler, negative Werte einen theoretischen Nachteil.

ORATS Erfahrungen: Distribution Edge, Forecast Edge und Smoothed Edge erklärt
Abb. 4: Die drei Edge-Werte betrachten denselben Options-Trade aus historischer, prognostizierter und struktureller Perspektive. Eigene schematische Darstellung.

Distribution Edge (D%): Passt der Preis zur historischen Verteilung?

Die Distribution Edge verwendet nach ORATS-Angaben mehr als 15 Jahre historischer Kursbewegungen mit einer ähnlichen Restlaufzeit. Diese Bewegungen werden an das damalige und heutige Volatilitätsniveau angepasst und auf 21 mögliche Kursbereiche am Verfallstag verteilt. Aus den Wahrscheinlichkeiten und dem jeweiligen Endwert des Trades entsteht ein theoretischer Wert. Ein positives D% spricht dafür, dass der Trade gegenüber dieser historischen Verteilung günstig erscheint; ein negatives D% für das Gegenteil.

Forecast Edge (F%): Passt der Preis zur erwarteten Volatilität?

Die Forecast Edge bewertet den Trade mit einer von ORATS prognostizierten Volatilitätsoberfläche. In diese Prognose fließen unter anderem historische Volatilität, Skew beziehungsweise Slope, die Krümmung der Oberfläche und Earnings-Effekte ein. F% ist damit stärker vorausschauend als D%: Ein positiver Wert bedeutet, dass der aktuelle Trade-Preis gegenüber der ORATS-Prognose theoretisch vorteilhaft wirkt.

Smoothed Edge (S%): Ist der Quote innerhalb des heutigen Marktes stimmig?

Die Smoothed Edge vergleicht den aktuellen Trade-Preis mit dem proprietären Smoothed-Market-Value-Modell. ORATS glättet dafür die implizite Volatilitätskurve und berücksichtigt unter anderem Zinsen, Dividenden, Put-Call-Parität und Liquidität. S% ist deshalb vor allem ein Struktur- und Plausibilitätscheck: Größere Abweichungen können auf breite Spreads, Ausreißer oder einen relativ unpassenden Quote hinweisen.

Lesebeispiel: Wenn die drei Edge-Werte widersprechen

Angenommen, ein untersuchter Optionstrade zeigt folgende Modellwerte: Distribution Edge −17,25 %, Forecast Edge +0,09 % und Smoothed Edge +2,02 %. Dieses fiktive Zahlenbeispiel dient nur dazu, die gemeinsame Interpretation der drei Kennzahlen zu zeigen.

  • Distribution Edge −17,25 %: Gegenüber der historischen, volatilitätsbereinigten Kursverteilung erscheint der Trade deutlich teuer beziehungsweise nachteilig.
  • Forecast Edge +0,09 %: Gegenüber der erwarteten Volatilitätsoberfläche liegt der Trade ungefähr am fairen Wert.
  • Smoothed Edge +2,02 %: Innerhalb der aktuellen geglätteten Optionsoberfläche besteht ein kleiner theoretischer Vorteil.

Die eigentliche Information wäre in diesem Fall der Widerspruch. Geschichte, Prognose und heutige Marktstruktur kämen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Das wäre kein automatisches Kaufsignal, sondern ein Anlass zu prüfen, ob der Markt ein neues Regime, ein Ereignis oder ein besonderes Tail-Risiko einpreist.

7 Kennzahlen, die zusammengehören

KennzahlWas sie zeigtWichtige Grenze
1. Distribution EdgeHistorischer Erwartungswert des Payoffs über die modellierte Kursverteilung.Ein Regimewechsel kann historische Verteilungen unpassend machen.
2. Forecast EdgeBewertung mit der prognostizierten Volatilitätsoberfläche.Eine Prognose bleibt ein Modell und kann falsch liegen.
3. Smoothed EdgeAbstand zwischen aktuellem Quote und geglättetem ORATS-Wert.Ein Ausreißer kann auch durch geringe Liquidität oder einen nicht handelbaren Mid-Preis entstehen.
4. POPModellierte Wahrscheinlichkeit, dass der Trade am Verfall einen positiven Gewinn zeigt.Eine hohe Trefferwahrscheinlichkeit sagt nichts über das Verhältnis von kleinen Gewinnen zu seltenen großen Verlusten.
5. Breakeven & Rwd:RiskGewinnschwellen und Verhältnis von modelliertem Ertrag zu Risiko.ORATS berechnet Rwd:Risk innerhalb eines Drei-Standardabweichungs-Bereichs; es ist nicht immer identisch mit einfachem Max-Gain/Max-Loss.
6. Max Gain & Max LossBegrenzt den theoretischen Gewinn- und Verlustbereich am Verfall.Vorzeitiges Management, Slippage und Zuteilung können den realen Verlauf verändern.
7. Delta, Gamma, Theta, VegaZeigen Richtungs-, Krümmungs-, Zeitwert- und Volatilitätssensitivität der Gesamtposition.Greeks sind Momentaufnahmen und verändern sich mit Kurs, Zeit und IV.

Für die Trade-Auswahl sind zusätzlich Geld-Brief-Spanne, Market Width, Open Interest und Volumen entscheidend. Ein rechnerisch positiver Edge ist wertlos, wenn der angenommene Preis praktisch nicht ausführbar ist. Die vollständigen Definitionen der Scanner-Spalten beschreibt ORATS in der offiziellen Lektion zur Optionssuche.

Stärke 4: Datenzugriff per API

Wer eigene Programme schreibt oder Strategien automatisieren will, bekommt über die Daten-API Zugriff auf historische und aktuelle Optionsdaten – von Tagesdaten bis zu Intraday-Daten im Minutentakt. ORATS nennt Privatanleger, Hedgefonds und institutionelle Kunden als Nutzergruppen. Die API-Dokumentation ist offen einsehbar. Damit wächst das Werkzeug mit: Man kann als Gelegenheitsnutzer im Web-Dashboard starten und später dieselben Daten in eigene Systeme holen.

Wo steht ORATS im Vergleich zur Konkurrenz?

Der Markt für Optionsdaten und -analyse ist gut besetzt – aber die Anbieter lösen unterschiedliche Probleme. Eine grobe Landkarte:

← eher Rohdaten eher fertige Analyse & Tools → ← Privatanleger  ·  Institutionen → Cboe DataShop / LiveVol OptionMetrics IVolatility Market Chameleon Broker-Tools OptionStrat ORATS Tools + API aus einer Hand
Abb. 3: Subjektive Einordnung des Autors. ORATS besetzt eine ungewöhnliche Position: anspruchsvolle Datenaufbereitung, kombiniert mit fertigen Werkzeugen für ambitionierte Privatanleger und professionelle Nutzer.
AnbieterSchwerpunktEinordnung gegenüber ORATS
OptionMetricsHistorische Optionsdaten für Forschung und InstitutionenStärker als Datenprodukt ausgerichtet; ORATS kombiniert Daten mit fertigen Web-Werkzeugen.
Cboe DataShopBörsennahe Datenprodukte und historische DatensätzeMehr Datenmarktplatz als kompletter Research-Workflow; Eigenaufbereitung kann nötig sein.
IVolatilityVolatilitätsdaten, Scanner und AnalysewerkzeugeDeutliche Überschneidung; sinnvoll ist ein Vergleich der konkret benötigten Märkte, Historie und Exportwege.
Market ChameleonScanner, Earnings- und Unusual-Activity-AuswertungenStärker auf tägliche Web-Recherche ausgerichtet; ORATS betont Modellwerte, Backtests und API.
OptionStratPayoff-Modellierung und visuelle Trade-PlanungSehr hilfreich für einen einzelnen Trade; kein gleichartiger Ersatz für historische Optionsforschung.
SpotGamma & Co.Dealer-Positionierung, Gamma-Level und Flow-KontextAndere Fragestellung: Positionierung und Marktmechanik statt primär Bewertungs- und Backtest-Workflow.
Broker-ToolsOrderausführung und grundlegende OptionsanalysePraktisch für den Alltag; Tiefe von Historie, Modellen und systematischem Testen hängt stark vom Broker ab.

Wichtig: Diese Tabelle ist eine redaktionelle Orientierung, keine vollständige Marktanalyse. Funktionsumfang und Preise ändern sich; vor einem Abo sollte man den konkreten eigenen Anwendungsfall vergleichen.

Die Abgrenzung in einem Satz:

ORATS verbindet drei Arbeitsschritte, die bei anderen Angeboten oft getrennt sind: Optionsdaten einordnen, Handelsregeln historisch testen und aktuelle Kandidaten scannen.

Was ein ORATS-Backtest nicht beweist

Ein Backtest zeigt, wie eine klar definierte Regel unter historischen Annahmen abgeschnitten hätte. Er beweist nicht, dass die Strategie künftig funktioniert. Besonders wichtig sind realistische Annahmen zu Spread, Slippage, Provisionen, Liquidität, Kapitalbindung und gleichzeitigen Positionen.

Viele Parameter erhöhen außerdem das Risiko des Overfittings: Man findet im Rückspiegel eine perfekte Regel, die nur zufällig zur Vergangenheit passt. Robust wird ein Test erst durch einfache Hypothesen, getrennte Prüfzeiträume, Sensitivitätschecks und eine anschließende Phase mit Paper Trading oder kleiner Positionsgröße.

Kosten und Leistungsumfang

Stand 14. August 2026 nennt ORATS für „Trading Tools“ 99 US-Dollar pro Monat für eine Einzellizenz und 199 US-Dollar pro Nutzer und Monat für eine professionelle Lizenz. Darin sind unter anderem Backtester, Scanner, Trade Builder und der KI-Assistent Otto enthalten. Die Data API ist nicht enthalten und wird separat angeboten.

Aktuellen Umfang und Preis direkt bei ORATS prüfen. Preise, Steuern und Konditionen können sich ändern.

Für wen lohnt sich ORATS – und für wen nicht?

Ein ehrlicher Hinweis gehört dazu: ORATS ist kein Anfänger-Tool. Die Stärke der Plattform – Tiefe, eigene Kennzahlen, API – ist zugleich ihre Einstiegshürde. Wer die Grundbegriffe des Optionshandels noch nicht kennt, sollte zuerst dort ansetzen; die kostenlose ORATS University und der Blog sind dafür ein guter Start.

Kurz-Check

  • Eher verzichtbar, wenn du nur gelegentlich eine einzelne Option kaufst – dann reichen die Bordmittel deines Brokers.
  • Interessant, wenn du regelmäßig Optionsstrategien handelst (Stillhalter, Spreads, Earnings-Trades) und wissen willst, ob deine Regeln historisch trugen.
  • Stark, wenn du systematisch oder automatisiert handeln willst – dann bekommst du Daten und Backtests in institutioneller Qualität zum Bruchteil der üblichen Kosten.

Von der Analyse zur Strategie

ORATS kann Wahrscheinlichkeiten, Volatilität und historische Verläufe strukturieren. Die konkrete Optionsstrategie und ihr maximales Risiko solltest du anschließend separat prüfen.

Strategie-Finder öffnenPayoff mit OptionStrat prüfen

Fazit

ORATS ist kein weiteres buntes Options-Dashboard, sondern die Infrastruktur dahinter: geputzte Daten, eigene Bewertungsmodelle und ein Backtester mit Historie bis 2007 – verpackt so, dass auch ambitionierte Privatanleger damit arbeiten können. Meine ORATS Erfahrungen fallen deshalb vor allem dort positiv aus, wo Backtesting, theoretische Edge-Werte und systematisches Screening tatsächlich Teil eines wiederholbaren Prozesses werden. Wer nur gelegentlich eine einzelne Option prüft, wird einen großen Teil des Funktionsumfangs dagegen kaum nutzen. Einen Überblick über alle Werkzeuge gibt die Produktseite von ORATS.

Offizielle Quellen und Stand

Häufige Fragen zu ORATS

Was ist ORATS?

ORATS ist eine Analyse- und Datenplattform für US-Aktienoptionen. Sie verbindet aufbereitete Optionsdaten mit Backtesting, Scannern, Trade-Analyse und API-Zugriff. ORATS ist kein Broker.

Wie weit reichen die ORATS-Backtests zurück?

Der End-of-Day-Backtester nutzt nach Angaben von ORATS tägliche Daten ab 2007. Der Intraday-Modus arbeitet mit Minutendaten ab August 2020 und hat einen kleineren Strategie- und Symbolumfang.

Was kostet ORATS?

Am 14. August 2026 nennt ORATS für Trading Tools 99 US-Dollar pro Monat für eine Einzellizenz und 199 US-Dollar pro Nutzer und Monat für eine professionelle Lizenz. API-Zugriff ist in diesem Trading-Tools-Preis nicht enthalten. Preise können sich ändern.

Ist ORATS für Anfänger geeignet?

Für absolute Einsteiger ist ORATS meist zu umfangreich. Sinnvoller wird die Plattform, wenn Delta, implizite Volatilität, Laufzeit, Spread und grundlegende Optionsstrategien bereits bekannt sind.

Ersetzt ORATS den Broker oder die eigene Risikoprüfung?

Nein. ORATS unterstützt Research und Tests. Orderausführung, Liquiditätsprüfung, Positionsgröße, Slippage-Annahmen und das laufende Risikomanagement bleiben eigene Aufgaben.

Transparenz & Hinweis: Dieser Artikel gibt meine persönliche Einschätzung aus der praktischen Arbeit mit ORATS wieder; er ist nicht gesponsert und enthält keine ORATS-Affiliate-Links. Alle Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Der Handel mit Optionen ist mit erheblichen Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Die Positionierungskarte (Abb. 3) und die Volatilitätsgrafik (Abb. 2) sind schematische bzw. subjektive Darstellungen, keine Messdaten.

Daniel Arlt

Autor

Daniel Arlt

Daniel ist Gründer der Optionen-Akademie und seit 1998 an der Börse aktiv. Seit 2020 handelt er Optionen mit Fokus auf nachvollziehbare Strategien, Risiko und Positionsgröße. Auf der Optionen-Akademie erklärt er Optionshandel nüchtern, praxisnah und ohne Renditeversprechen.

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