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Trader IQ Erfahrungen (Andrei Anissimov): Options Mastery im Test

Teilnahmezertifikat Trader IQ Options Mastery Bootcamp Berlin mit Namensschild

Nach meiner ersten Ausbildung bei der PJM Investment Akademie habe ich noch einen zweiten Kurs gemacht: die „Options Mastery“ von Trader IQ bzw. Andrei Anissimov. In diesem Beitrag teile ich ehrlich meine Erfahrungen — was der Kurs kann, wo seine Schwächen liegen und ob du ihn wirklich brauchst.

Transparenz-Hinweis: Ich habe die Ausbildung selbst absolviert und schildere hier meine persönliche Erfahrung. Dieser Beitrag enthält Empfehlungs-Links (Werbung). Wenn du über einen dieser Links buchst, kann ich eine Provision erhalten; für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

Warum überhaupt ein zweiter Kurs?

Vorweg ganz ehrlich: Man braucht nicht zwei Kurse. Meine PJM-Ausbildung war sehr defensiv ausgerichtet, und mit meinem damals kleinen Konto kam ich nur langsam voran. Ich suchte nach einer zweiten Perspektive auf den Optionshandel — und buchte deshalb zusätzlich die Options Mastery bei Trader IQ. Aus heutiger Sicht hätte ich diesen zweiten Kurs inhaltlich nicht zwingend gebraucht. Trotzdem war er für mich wertvoll: wegen anderer Sichtweisen und vor allem wegen der Kontakte aus dem Präsenz-Bootcamp.

Genau diese Ehrlichkeit ist der Punkt: Wer eine solide Grundausbildung hat und konsequent umsetzt, kommt weit. Wenn du meine Erfahrungen liest, kannst du vielleicht Geld sparen und dir die Reihenfolge besser überlegen.

Was ist Trader IQ / die Options Mastery?

Trader IQ ist die Ausbildungs-Marke von Andrei Anissimov. Das Flaggschiff ist der Online-Kurs „Options Mastery“. Bevor man bucht, kann man sich über sein Buch oder über zeitweise kostenlose Einstiegs-Kurse wie „Geheimnisse der Stillhalter“ und „Optionen-Kompass“ einen ersten Eindruck verschaffen. Diese niedrigschwelligen Einstiege zeigen bereits gut, ob dir Stil, Denkweise und Schwerpunkt des Anbieters liegen.

Die Kursinhalte — acht Module

Die Options Mastery besteht aus acht Modulen plus Bonusressourcen und Software-Tutorials. Inhaltlich ist der Kurs breit aufgestellt und behandelt viele Grundlagen, die für den Optionshandel wichtig sind:

  • Fundamentale Analyse — die richtigen Aktien finden
  • Technische Analyse — Ein- und Ausstieg timen
  • Optionspreis-Bildung — die besten Optionen auswählen
  • Das System der Stillhalter — Strategie der Prämienverkäufer
  • Credit Spreads — Aufbau, Risiko, Einsatzbereiche und Management
  • Seitwärtsstrategien — Strategien für ruhige Marktphasen inklusive Risikoabwägung
  • Prämienstrategien — systematischer Umgang mit Optionsprämien und Kapitalbindung
  • Depotstruktur und Risikomanagement

Die Lektionen bestehen größtenteils aus Mitschnitten früherer Veranstaltungen, teils ergänzt durch Screen-Recordings. Inhaltlich findest du alles, was du brauchst — fachlich ist der Kurs solide.

Was im Kurs zu kurz kommt

Zwei Punkte, die ich mir ausführlicher gewünscht hätte — beides Voraussetzungen, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden:

  • Kapital-Aufteilung vor dem ersten Trade. Wer vorher ein vernünftiges Konten- bzw. „Töpfe-Modell“ umsetzt, kann sich die Kurskosten im Zweifel sogar selbst erwirtschaften, bevor er sie ausgibt.
  • Mindset. Das richtige Verhältnis zu Geld und Risiko wird vorausgesetzt, aber kaum vermittelt. Bücher wie „Das Café am Rande der Welt“ oder „Der reichste Mann von Babylon“ helfen hier mehr als jedes Strategie-Modul.

Das Bootcamp in Berlin

Im Kurs enthalten ist ein Präsenz-Bootcamp — bei mir war es ein Wochenende in Berlin. Drei Tage, jeweils etwa von 10 bis 19:30 Uhr:

  • Tag 1: Grundlagen festigen, vor allem aber gegenseitiges Kennenlernen und Diskussion in Kleingruppen
  • Tag 2: Strategien — was passt zu welcher Marktlage und wie setzt man es um, mit vielen Diskussionsrunden
  • Tag 3: Aufarbeitung plus Margin und Depotaufteilung (Risikomanagement)

Da man das Bootcamp erst nach Durcharbeiten der Lektionen besuchen soll, lernt man dort wenig Neues — es dient der Festigung. Der eigentliche Wert liegt im Austausch und den Kontakten. Würde ich es wieder buchen? Auf jeden Fall — aber genau deshalb, nicht wegen neuer Inhalte.

Ehrliches Pro und Contra

Was mir gefallen hat

  • Breit aufgestellt — vom Grundwissen bis zu fortgeschrittenen Prämienstrategien
  • Andere Sichtweise als bei PJM — die Kombination beider Perspektiven hat meinen Handel verbessert
  • Das Präsenz-Bootcamp und die dort entstandenen Kontakte
  • Niedrigschwellige Einstiege zum Reinschnuppern: Buch sowie zeitweise kostenlose Kurse wie „Geheimnisse der Stillhalter“ und „Optionen-Kompass“

Was mich gestört hat

  • Keine echte Community wie bei PJM. Bei kleinen Fragen fehlt eine große, schnell antwortende Gruppe — abgesehen vom Bootcamp.
  • Das optionale „Financial Freedom Mentoring“ liegt preislich im vierstelligen Bereich pro Monat über ein Jahr — meiner Meinung nach für die meisten nicht nötig, wenn man die Lektionen ernsthaft durcharbeitet.
  • Voraussetzungen (Kapitalaufteilung, Mindset) kommen zu kurz

Für wen lohnt sich Trader IQ?

Für Leute, die fachlich vollständige Optionsinhalte wollen und selbstständig lernen können, ohne ständig eine Community zu brauchen. Wer dagegen den permanenten Austausch sucht, ist bei einer Akademie mit starker Gruppenstruktur besser aufgehoben — oder sollte das Bootcamp fest einplanen. Und ganz wichtig: Erst das eigene Kapital sauber strukturieren, dann den Kurs.

Passt gut, wenn…

  • du eigenständig lernen kannst und klare Optionsmodule suchst
  • du schon Grundlagen kennst und eine zweite Perspektive willst
  • dir Bootcamp, Austausch und Kontakte wichtig sind

Eher nicht passend, wenn…

  • du eine große, dauerhaft aktive Community brauchst
  • du noch gar keine Kapitalstruktur oder Risikoregeln hast
  • du einen Kurs nur wegen schneller Ergebnisse buchen willst

Mein Tipp: Starte mit dem Buch oder mit einem der zeitweise kostenlosen Einstiegs-Angebote. So bekommst du einen ersten Eindruck von den Kernideen, bevor du dich für den Vollkurs entscheidest.

💡 Erst praktisch testen, ob Stillhalter-Strategien zu dir passen?

Trag dich kurz ein und ich schicke dir meinen kompletten Bull-Put-Spread-Leitfaden als PDF — kostenlos, mit echtem Beispiel-Trade und Management-Regeln. So bekommst du einen konkreten Eindruck vom systematischen Optionsverkauf, bevor du über einen größeren Kurs entscheidest.

Du bekommst zusätzlich einmal pro Woche meine Markt-Setups und Strategie-Hinweise per E-Mail. Abmeldung jederzeit mit einem Klick. Deine Daten werden gemäß Datenschutzerklärung verarbeitet.

Fazit

Die Options Mastery von Trader IQ ist fachlich ein vollständiger, solider Optionskurs. Für mich war er nicht zwingend nötig — meine Grundausbildung hätte gereicht. Wertvoll war er vor allem über die zweite Perspektive und die Kontakte aus dem Bootcamp. Wenn du überlegst, ihn zu buchen: Schau dir zuerst das Buch oder die zeitweise kostenlosen Einstiegs-Angebote an und stelle sicher, dass deine Kapital-Basis steht.

Heute baue ich auf beiden Ausbildungen einen eigenen, systematischen Stillhalter-Ansatz auf. Wenn dich der praktische Optionsverkauf interessiert, findest du hier zahlreiche kostenlose Anleitungen — zum Beispiel meine Bull-Put-Spread-Anleitung mit echtem Beispiel-Trade.

Häufige Fragen zu Trader IQ

Brauche ich die Options Mastery, wenn ich schon eine Grundausbildung habe?

Aus meiner Erfahrung: nicht zwingend. Wenn du eine solide Grundausbildung hast und konsequent umsetzt, kommst du auch ohne zweiten Kurs weit. Der Mehrwert lag bei mir in der zweiten Perspektive und den Kontakten, weniger in komplett neuen Inhalten.

Gibt es günstige oder kostenlose Einstiege bei Trader IQ?

Ja. Es gibt das Buch von Andrei Anissimov als günstigen Einstieg sowie zeitweise kostenlose Kurse wie „Geheimnisse der Stillhalter“ und „Optionen-Kompass“. Damit bekommst du einen ersten Eindruck von Stil und Kernideen, bevor du dich mit dem Vollkurs beschäftigst.

Lohnt sich das Bootcamp?

Wenn es im Kurs enthalten ist: auf jeden Fall. Nicht wegen neuer Inhalte — die kennst du nach den Lektionen schon — sondern wegen des persönlichen Austauschs und der Kontakte, die sonst bei Trader IQ fehlen.

Trader IQ oder PJM Investment Akademie — was zuerst?

Das hängt vom Typ ab. Wer eine starke Community und defensiven Einstieg sucht, ist bei PJM gut aufgehoben. Wer eigenständig lernt und kompakte, vollständige Inhalte will, kann mit Trader IQ starten. Zwei Kurse parallel sind selten nötig — meine ehrliche Meinung nach beiden Ausbildungen.

Daniel Arlt

Geschrieben von

Daniel Arlt

Daniel Arlt ist Gründer der Optionen-Akademie und seit 1998 an der Börse aktiv. Seit 2020 handelt er Optionen mit Fokus auf nachvollziehbare Strategien, Risiko und Positionsgröße. Auf der Optionen-Akademie erklärt er Optionshandel nüchtern, praxisnah und ohne Renditeversprechen.

Daniel Arlt

Autor

Daniel Arlt

Daniel ist Gründer der Optionen-Akademie und seit 1998 an der Börse aktiv. Seit 2020 handelt er Optionen mit Fokus auf nachvollziehbare Strategien, Risiko und Positionsgröße. Auf der Optionen-Akademie erklärt er Optionshandel nüchtern, praxisnah und ohne Renditeversprechen.

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